Verzweifelte Männersuche (Teil 1)

Es war wieder so ein typischer Abend, wie es wirklich nur mir passieren konnte. ich war schon seit längerer Zeit krampfhaft auf der Suche nach meinem Traummann. Aber das war echt schwierig wie ich bei jedem Date erneut feststellen musste. Ich hatte mal wieder blindlings einen Typen aufgerissen, ohne nachzudenken. Aber ich hatte halt Notstand, was soll man da schon machen. Der erste Eindruck war ja nicht der schlechteste, aber der zweite spielte sich in meiner Wohnung ab. Da zerbrach auch schon mein Leitbild von dem traumhaften Typen.

„Nein“, sagte ich und sah ihm dabei fest in die Augen.

„A-a-aber …“, stotterte er, „du kannst doch nicht … ich meine …“, er sah etwas hilflos an sich hinunter. Seit einer halben Stunde hatten wir auf der Couch in meiner Wohnung geknutscht und selbstverständlich setzte er voraus, dass das nur das Vorspiel war. Nun sagte ich ihm, dass ich gar keinen Sex wollte. Warum hatte sie das nicht gleich sagen können? „Warum hast du mich mit hoch genommen, wenn du gar nicht bumsen willst?“, fragte er gekränkt. „Was soll ich denn jetzt mit meinem Megaständer machen?“

Ich zuckte mit den Achseln. „Das ist dein Problem. Warum sollte mich das kümmern?“

„Na, weil du verdammt noch mal dran schuld bist! Du hast mich doch aufgegeilt!“

„Aha, und nun soll ich wohl die Beine breit machen, damit du deine Erektion wieder los wirst, ja?“

„N-nein, so meine ich das nicht …“ stammelte er, „aber … könntest du mir nicht wenigstens … ich meine … na ja, einen runterholen?“

„Du spinnst wohl. Weißt du was, du kotzt mich an. Du bist genauso ein blöder, geiler Bock wie all die anderen. Hau bloß ab, Mann!“

„Aber du kannst mich doch nicht einfach so wegschicken! Nicht mit dieser Latte!“

„Dann geh halt aufs Klo und hol dir selber einen runter.“

Mann, Mann, Mann, was ging mir der Typ auf die Nerven. Wieder mal eine totale Niete gezogen. Das musste ja so kommen. Nun ging er doch tatsächlich aufs Klo. Hoffentlich würde er ihr nicht das Bad versauen mit seiner Wichse. Als er wiederkam, schnappte er sich wortlos seine Jacke und haute ab, ohne auch nur „Tschüss“ zu sagen. Sie ging nachsehen. Ja, klar, wie sie es sich schon gedacht hatte. Da klebte seine widerliche Wichse auf dem orangefarbenen Badezimmerteppich. Angewidert hob ich ihn mit zwei Fingern hoch und stopfte ihn in die Waschmaschine.

Warum geriet ich bloß immer an solche Armleuchter? Das war nicht fair. Meine Freundinnen hatten immer die tollsten Kerle. Und das Schlimmste war, sie gaben auch noch damit an! Pausenlos!

Dieses Exemplar jedenfalls hatte nach Bier und Schweiß gestunken und beim Küssen gesabbert. Mit so einem dann auch noch in die Kiste hüpfen? Bäh, nein, wirklich nicht. Dann schon lieber den Vibrator. Der küsste zwar nicht, aber er besorgte es mir ganz ordentlich und gab keine Wiederworte.

Anderntags in der U-Bahn stand ich zwischen stinkenden, schwitzenden Menschen eingeklemmt, die allesamt genauso müde und missgelaunt zu sein schienen wie ich selbst. ‚Ob ich wohl heute Abend ausgehen soll?‘, überlegte ich. ‚Na ja, erst einmal nach Hause und duschen, dann sehe ich wei…‘

Weiter kam ich nicht in meinen Gedanken, denn die U-Bahn kam mit einem Ruck zum Stillstand und ich plumpste äußerst unelegant einem sitzenden Passagier auf den Schoß. Ein amüsiertes Lachen ließ mich aufblicken.

Ich erstarrte. Wahnsinn. Sie saß ihrem Traummann auf dem Schoß. Er war breitschultrig, muskulös, unwahrscheinlich blond und hatte unwahrscheinlich blaue Augen.

„Oh, Hallo“, sagte ich in dem verzweifelten Versuch, nicht so auszusehen wie ein verhungerndes Kind, das ein Stück Schokolade anstarrt.

„Hallo.“ Kam es ihr nur so vor, oder grinste er sie wirklich an wie ein Honigkuchenpferd? „Gnädigste, bitte zappeln Sie nicht so rum“, sagte er jetzt. „Ich bin auch nur ein Mann, und wenn eine so hübsche Frau auf meinen empfindlichsten Teilen reitet, kann ich für nichts garantieren.“

„Oh!“ Ich fühlte, wie mir das Blut in die Wangen stieg. „Das … war nicht meine Absicht. Wenn Sie mich jetzt entschuldigen wollen …“

„Ungern“, erwiderte er, aber er half mir bereitwillig aus meiner peinlichen Lage hoch.



Als ich wieder stand, setzte die U-Bahn ihre Fahrt fort. Was sollte ich jetzt bloß machen? Ich musste ihn unbedingt wiedersehen, aber ich konnte doch nicht …

„Sagen Sie“, unterbrach er da meine Gedanken, „würden Sie mir vielleicht bei einem After-Work-Drink Gesellschaft leisten wollen? Nachdem uns das Schicksal nun auf so aufdringliche Weise zusammengeführt hat, zögere ich nicht, es an Aufdringlichkeit zu überbieten.“

Ich lachte. „Ja, sicher, warum nicht?“ Hoffentlich merkte er nicht, wie heftig mein Herz schlug.

An diesem Abend war es anders. Als ER mit mir „noch auf einen Drink“ mit hoch kam, gab ich mich gar nicht erst mit Küssen auf der Couch ab. Ich wusste, dass ich ihn wollte. Und ich wusste, dass er mich genauso sehr wollte. Nicht einfach nur seine Latte loswerden, notfalls auch indem ich ihm einen runterholte, sondern mich. Wirklich Mich!

Wir rissen uns gegenseitig die Kleider vom Leib, fielen ungewaschen und verschwitzt wie wir waren aufs Bett und liebten uns mit einer Leidenschaft, wie ich sie noch nie zuvor verspürt hatte. Er küsste mich am ganzen Leib, drang langsam in mich ein und brachte mich zwei Mal zum Höhepunkt, ehe er sich aufstöhnend in meinem Leib ergoss und dann erschöpft auf mir zusammenbrach, während er meinen Lustschrei mit einem Kuss erstickte.

Fortsetzung hier

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