Zwei Exhibitionistinnen

Geschafft hechteten sich die beiden jungen Frauen auf die Couch. Drückend heiss war der Nachmittag und sie hatten ein paar Stunden im Auto gesessen. Fünf Adressen waren abzuklappern gewesen, um neue Arbeit zu finden. Vor drei Wochen waren sie beide von heute auf morgen arbeitslos geworden, weil das kleine Unternehmen bankrott gegangen war. Weiterlesen

Unser Aupairmädchen

Ich merkte meinem Göttergatten schon tagelang an, wie neugierig er auf unser Aupairmädchen war. Immer wieder lenkte er das Thema darauf, auch wenn er sein Interesse in ganz alltägliche Fragen versteckte. Zu viel hatte ich über die zehn Jahre unserer Ehe schon von seinem Fachgebiet, der Psychologie, mitbekommen, um nicht zu erkennen, dass er sich unbändig darauf freute, für ein Jahr ein junges Mädchen im Haus zu haben. Neunzehn war sie, das wussten wir schon. Bildhübsch dazu, wie wir an einem Foto gesehen hatten. Weiterlesen

Die Tennislehrerin

Seit einer Stunden quälte sich Renate auf dem Tennisplatz beim Training. Sie merkte genau, dass es nicht ihr Tag war. Zum Glück schien Ines, ihre Lehrerin, an diesem Tage über viele grosse Patzer hinwegzusehen. Sonst konnte sie ausrasten, wenn sie alles dreimal sagen musste. Renate freute sich, als ihr zugerufen wurde: “Schluss für heute. Du merkst selbst, dass du nicht richtig in Form bist. Und zu heiss wird es ausserdem.” Weiterlesen

Schlechtwetter als Kuppler

Im fünften Mal schon hatte sich achtundzwanzigjährige Barbara Schubert der Gruppe angeschlossen, die jährlich im Frühjahr Fastenwandern organisierte. Anja, nun schon seit zwei Tagen ihre Weggefährtin, machte das zum zweiten Mal mit. Ein strenges Regime herrschte in der Gruppe. Ausser Gemüsebrühe gab es zur Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen nur noch Mineralwasser in beliebigen Mengen. Dabei wurden immerhin täglich um die dreissig Kilometer zurückgelegt. Es gehörte schon eine Menge Idealismus und Disziplin dazu, dieses Martyrium jedes Frühjahr auf sich zu nehmen. Genaugenommen beteiligten die meisten nicht ausschliesslich wegen der Figur. Vielen ging es einfach um eine gründliche Entschlackung. Weiterlesen

Rekrutinnen

Er war Sonntag. Kerstin und Tanja kamen gerade vom Nachmittagskaffee im Casino. Nun, da für diesen Tag nichts weiter im Dienstplan vorgesehen war, fühlten sie sich mal wieder ziemlich einsam in ihrem Sechsbettzimmer. Ein wenig beneideten sie manchmal das andere Zimmer für weibliche Rekruten, in dem alle sechs Betten belegt waren. Nachts allerdings hatten die beiden den Vorteil, dass nur eine die andere durch Schnarchen und Schniefen belästigen konnte. Weiterlesen

Frust und Lust

Seit acht Wochen war die zwanzigjährige Heike mit Florian zusammen. Weil sie vor einiger Zeit bei den Eltern ausgezogen war und sich eine eigene kleine Wohnung genommen hatte, dauerte es nicht lange, bis Florian mit Sack und Pack bei ihr vor der Tür stand und mit etwas Widerwillen aufgenommen wurde. Eigentlich war sie nicht von daheim weggegangen, um sich sofort in eine Beziehung zu stürzen. Einfach ausprobieren wollte sie, wie sie für sich allein auskam. Ihre Gesellenprüfung als Maler hatte sie gerade bestanden und auch einen festen Arbeitsplatz gefunden. Weiterlesen

Lesbensex mit meiner besten Freundin

Es war ein eigentlich ganz normaler Abend unter Freundinnen. Doch die Stimmung zwischen meiner Freundin und mir war anders als sonst. Aber ehrlich gesagt, hatte ich in diesem Moment noch keine Vorahnung wie dieser Abend enden würde. Wir machten es uns gemütlich, bei ein paar netten DVDs und wir amüsierten uns köstlich. Doch mit der Zeit und ein paar Sekt Gläser weiter war ein Knistern in der Luft. In diesem Moment schaute ich meiner besten Freundin tief in die Augen. Weiterlesen

Reisesekretärin

In die äusserste Ecke des kleinen Cafes hatten sich Nadine und Yvonne verdrückt. Alles mussten sich die Freundinnen von der Seele reden, was in den letzten Monaten geschehen war. Bald wurde die Stimmung gedrückt. Yvonne sprach davon, dass ihr Chef kurz davor stand, den Konkurs anzumelden.

“Mensch, da habe ich eine Idee”, sprudelte Nadine. “Die Chefin meiner Agentur sucht dringend eine Reisesekretärin.”

“Pah, Reisesekretärin! Ich bin Wirtschaftskaufmann und habe mit meinen zweiundzwanzig Jahren auch nicht die Masse an Erfahrungen.”

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Ein harter Schnitt

Papa Rösler war stolz auf sich. Er hatte es durchgesetzt, dass sich seine Zwillinge an verschiedenen Universitäten zum Studium einschrieben. Jana hatte ihr Studium der Veterinärmedizin in Berlin aufgenommen und Sabine eines der Betriebswirtschaftslehre in Leipzig an einer Privathochschule. Er hatte es sich in den Kopf gesetzt. Die Zwillinge sollten endlich erwachsen werden. Sie sollten aufhören, ihre Zwillingsspielchen zu spielen, die Menschen damit zu narren. Da gab es aber noch einen ganz anderen Hintergrund. Die Eltern waren furchtbar besorgt, dass die beiden für alle Zeiten lesbisch werden konnten. Seit langem hatten sie sich immer öfter in eines der beiden Mädchenzimmer eingeschlossen. So mancher verräteririscher Laut und einige Blicke durch die Schlüssellöcher hatten die Vermutung verstärkt, dass sie beiden heimlich miteinander spielten. Anzeichen dafür war auch, dass sie immer aneinander hingen. Kaum nennenswerte Freundinnen hatten sie , Freunde gleich gar nicht. Weiterlesen