Versaute Schlampe

Es ist nun mal so, in einem Dorf kennt jeder jeden, und viele wissen mehr voneinander als in der Stadt. So kann man im Dorf auch schnell in Verruf kommen. Anke, die sechsundzwanzigjährige Hausangestellte eines Grossbauern, hatte sich über die Jahre den Ruf erworben, eine versaute Schlampe zu sein. Zur Verbreitung so eines Rufs sind immer zwei Seiten nötig. Die entscheidende waren sicher die Kerle, die zuerst stolz waren, wenn sie mit der süssen Blondine ins Bett steigen durften, dann aber über sie herzogen. Sie hatte nun mal keinen Hof, also gab es keine ernsthaften Begehrlichkeiten von den Bauernburschen. Nur bumsen wollten sie bei ihr. Weiterlesen

Verführt in der Tiefgarage

Die Irmschers waren glücklich, als sie vor einiger Zeit im Nachbarhaus einen Stellplatz in der Tiefgarage bekommen hatten. Schon zweimal hatten sie an ihrem Wagen vorm eigenen Haus Vandalismusschaden gehabt. Es hatte sich von Anfang an so eingebürgert, dass Frank Irmscher seine Frau vor dem Hause aussteigen liess und dann allein in die Tiefgarage fuhr. Dabei war ihm schon mehrmals die nette Frau von seinem benachbarten Stellplatz begegnet. An die dreissig musste sie sein. Stets war sie elegant, wenn auch ein wenig aufreizend gekleidet. Sie wusste halt, ihre Figur ins rechte Licht zu setzen. Die ellenlangen Beine wurden meist noch durch einen Mini unterstrichen. Nett war sie und schön. Frank Irmscher war schon ein paar Mal mit ihr ins Gespräch gekommen. Dass sie einen Imbiss am Baggersee bewirtschaftete, wusste er und, dass sie als Single lebte. In Gedanken hatte er sich beim Anblick dieser Frau schon oft die Zunge geleckt. Er selbst war über vierzig und hatte schon oft für sich bemerkt, dass er immer öfter nach jüngeren Frauen schielte. Vor 14 Jahren hatte es ihm überhaupt nichts ausgemacht, dass seine Frau acht Jahre älter war. Nun hatte sich das ein wenig geändert. Weiterlesen

Das verflixte Klima

Ein wenig enttäuscht schlendert Yvonne über die Promenade am Steilufer. Ihre Miene verfinstert sich bei dem Blick auf den überfüllten Strand immer mehr. Dicht an dicht schmort, spielt und schläft eine unüberschaubare Menschenmasse. Ihren ersten Auslandsurlaub hat sie sich ein wenig anders vorgestellt! Ihr eigentlich zielloser Marsch zahlt sich schliesslich aus. Hinter einem schroffen Felsen gibt es noch ein Strändchen. Nicht so schöner, weisser Sand, auch keine Sonnenpritschen, keine Eis und Würstchenverkäufer, aber Ruhe und Idylle! Genau dort bezieht sie am nächsten Morgen ihr Sonnenstudio. Herrlich, aber schon wieder unzufrieden! Da liegt sie nun, allein mit sich, mit der Sonne und ihren Gedanken. Weiterlesen

Das verflixte siebte Jahr

Jens sass allein im Bett des ehelichen Schlafzimmers. Lange hatte er es nicht erlebt, nachts allein zu sein. Karina war zum ersten Mal zu einem Klassentreffen gefahren. Neben dem Bett stand eine halbgeleerte Kognakflasche. Nach den ersten zwei Gläsern war Jens mit sich ins Selbstgericht gegangen. Vielleicht war es das Alleinsein, das ihn Gelegenheit gab, in aller Ruhe über Dinge nachzudenken, die ihm zu denken gaben. Das verflixte siebte Jahr, knurrte er vor sich hin und machte sich Vorwürfe, dass er vor wenigen Tagen fremdgegangen war. Warum, das konnte er sich gar nicht so genau beantworten. Die Frau war nicht schöner als seine, nicht klüger und auch im Bett nicht besser. Ebene nur anders, neu, ungewohnt. Ja, es war schön. Sein Seitensprung hatte sich während des Tanzes ganz fest an ihn gedrückt und so seinen Schwanz zu einem heftigen Aufstand verführt. Sie hatte dazu gegrinst und das Spiel beim nächsten Tanz einfach wiederholt. Natürlich musste man nach des heissen Tänzen während des Betriebsfestes auch mal an die frische Luft. Warum dazu nicht die paar Schritte zum Park gehen? Welch ein Zufall, dass da eine Bank stand, auf der man sich in die Arme fiel. Nach den heissen Küssen war der gemeinsame Weg zu ihrem Apartment fast vorbestimmt. Und da hatte sie sich als perfekte Französin erwiesen. Er auch. Weiterlesen