Die Massage

Sein Rücken war mal wieder total verspannt. „Da hilft alles nichts, du musst dich massieren lassen“, sagte ich zu ihm. Zwei Tage später rief ich John an und sagte ihm, dass ich für ihn einen Massagetermin hätte. Ich gab ihm die Adresse und meinte er könnte ja dann danach zu mir kommen. John  kam um kurz nach acht zu mir. Er verhielt sich irgendwie merkwürdig. „Was ist denn los“, fragte ich ihn, „du bist so anders.“„Gar nichts“, herrschte er mich an, „was du wieder hast.“

Wir aßen eine Kleinigkeit und gingen an diesem Abend sehr früh schlafen. Am nächsten Morgen war John immer noch in gedrückter Stimmung.

„Also“, sagte ich zu ihm, „wenn du jetzt vor hast den ganzen Tag hier zu vor dich hin zu muffeln, kannst Du gleich heimgehen.“ So schnell konnte ich gar nicht gucken, wie John seine Sachen gepackt hatte und aus der Tür war. Drei ganze Tage habe ich nichts von ihm gehört. Vier Tage nach dem Zwischenfall rief er an und meinte er wolle vorbeikommen.

„Ist dir das Recht?“, fragte er.

„Na ja, wenn du willst, komm ruhig“, antwortete ich ihm.

Keine zehn Minuten später war er bei mir. Er setzte sich auf die Couch. Er rauchte eine Zigarette. Er holte sich ein Bier. Er rauchte noch eine Zigarette.

„Bist du zum Rauchen hergekommen?“, schnauzte ich ihn an. „Also“, fing er an zu erzählen, „als ich  in der Massagepraxis war, deren Adresse du mir gegeben hast, da war eine Masseurin. Sie sah geil aus. Ich habe mich ausgezogen und sie legte ein Handtuch über meinen Arsch. Dann begann sie zu massieren. Erst am oberen Rücken, dann glitten ihre Hände immer weiter nach unten. Ich muss wohl ein wenig eingeschlafen sein und im Schlaf leicht gestöhnt haben. Auf jeden Fall hat sie das missverstanden und…“

„Stop“, unterbrach ich ihn, „ich glaube nicht, dass ich das jetzt unbedingt wissen will.“

„Es wäre mir aber wohler wenn ich es erzählen könnte, glaube ich“, fuhr John weiter fort.

„Also ich wurde wieder wach und spürte ihre Hände an meinen Arschbacken.“

Nochmals bat ich ihn sein Erlebnis für sich zu behalten. Aber er war stur.

„Gut, dann machen wir einen Kompromiss“, lenkte ich ein. „Du behältst es noch bis zum Wochenende für dich und dann erzählst du es mir.“

Etwas bedrückt stimmte er zu. Ich bat John, er solle nach Hause gehen und erst am Wochenende wieder kommen. Es war Samstagmorgen. Als John kam lag ich noch im Bett. Er zog sich aus und kroch zu mir unter die Decke.

„Also“, sprudelte es aus ihm heraus, “ bei der Massage…“

„Ok, schieß los“, unterbrach ich ihn kurz und dann lies ich ihn erzählen.

„Die Masseurin legte ihre Hände auf meine Arschbacken und fuhr mit ihren Finger zwischen meine Arschfalte. Sie hatte lange rote Fingernägel.“

„Ach dann hatte sie die umlackiert“, warf ich ein, „vorgestern waren die pechschwarz.“ Fragend blickte John mich an. „Na ja“, grinste ich ihn an, „ich wollte nun doch erst mal schauen was ich da angerichtet habe. Du warst doch bei der langhaarigen Blonden?“

„Ja genau, bei der war ich.“

„Gut, weiter im Text“, forderte ich ihn auf.

„Ich spürte“, erzählte er, „dass ich geil wurde.“

„Stimmt“, sagte ich, „wurde ich auch.“

„Wie meinst du das?“, kam gedehnt von ihm.

„Na, ich sagte doch, ich war auch da.“

„Sie hat ihren Finger in mein Arschloch gesteckt und in meinem Loch gespielt.“

„Richtig“, sagte ich nur. Kopfschüttelnd setzte er seine Berichterstattung fort. “ Dann drehte sie mich um und nahm meinen bereits steinharten, tropfenden Schwanz in ihre Hand. Sie wichste ihn schnell und hart bis ich spritzte. Sie war die ganze Zeit über angezogen.“

„Gut, jetzt muss ich passen“, sagte ich, „ich hab keinen Schwanz, sie hat an meiner Fotze gerieben. Sie fickte sie mit ihrer Hand bis es mir kam.“

„Kannst du mir mal das ganze bitte erklären?“, fragte er mich.

„Also, ich sagte ja schon, ich bin auch dahin gegangen. Nachdem du so komisch warst, dachte ich mir, ich müsste lieber mal schauen was da los war. Ich habe dort angerufen und einen Termin bei der gleichen Masseurin ausgemacht die ich für dich gebucht hatte. Ich habe ihr erklärt, dass du vor ein paar Tagen bei ihr warst und bat sie, mir dieselbe Behandlung zukommen zu lassen wie dir.“ „Spinnst du jetzt irgendwie?“, fragte er mich.

„Nein, wieso“, kam von mir die Gegenfrage. „Hättest du dir am Eingang das Praxisschild genauer angeschaut, hättest du gemerkt, dass es keine herkömmliche Massagepraxis ist. Und hättest du aufs Datum geachtet, hättest du gemerkt, dass an diesem Tag unser zweiter Jahrestag war. Mich hat das ein Schweinegeld gekostet und du stellst dich an. Und außerdem, es ist nur Sex.“ Eine Zeit lang sagte keiner etwas.

„Übrigens“, fuhr ich fort, „die machen da auch Partnermassagen und in zwei Stunden habe ich einen Termin für uns ergattert.“

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