Das Wiedersehen

Tina war schrecklich nervös. Heute abend sollte es also soweit sein. Nach drei Jahren würde sie ihn heute zum ersten mal wiedersehen. Den Mann, in den sie sich schon mit fünfzehn verliebt hatte, von dem sie seitdem immer geträumt hatte. Sie war zum Geburtstag ihrer besten Freundin in ihren Heimatort zurück gekommen. Drei Jahre war sie nun schon nicht mehr hier gewesen. Als sie in den Ort hineinfuhr stellte sie fest, daß sich hier kaum etwas verändert hatte.

Es war als ob sie nie weg gewesen wäre. Bei Simone angekommen war die Wiedersehensfreude groß. Zwischen ihnen war alles noch wie früher. Sie hatten sich schon immer alles erzählen können und Simone wußte von Paul. Wie früher fingen die beiden schnell an über alle alten Freunde zu lästern und Tina war schnell auf dem neuesten Stand wer gerade mit wem zusammen war. Es sollten so ziemlich alle kommen heute abend, und natürlich auch Paul. Tina war froh, daß sie Simone bei den Vorbereitungen für die Feier helfen konnte. Gemeinsam dekorierten sie den Garten. Das lenkte Tina zwar ab, doch immer wieder schweiften ihre Gedanken ab – zu Paul.

Sie hatte sich damals schrecklich blamiert, als sie ihm gestanden hatte, daß sie in ihn verliebt war. Und seine Reaktion würde sie nie vergessen. Er hatte sie ausgelacht und nur gesagt, sie solle doch erst mal erwachsen werden. Nun ja, er war damals ja auch schon über 18 gewesen, und sie ein kleines Kind. Aber seitdem hatte er sie in ihren Träumen immer wieder verfolgt. Langsam trudelten die ersten Gäste ein. Tina war erstaunt, daß sie noch alle erkannte.

Die Stimmung wurde immer besser, das mochte vielleicht auch an der leckeren Bowle liegen. Auf einmal sah sie ihn. Sie hatte nicht bemerkt, daß er gekommen war. Er sah immer noch so aus, wie sie ihn in Erinnerung hatte. Und jetzt schaute er auch noch genau zu ihr rüber. Was war das denn, wollte er etwa zu ihr rüberkommen? Und da stand er auch schon vor ihr. Tina zitterten die Knie. Das einzige was sie über die Lippen brachte, war ein schlichtes „Hallo“. Er lächelte und sagte: „Da ist aber jemand erwachsen geworden. Willst du tanzen?“

Ohne ihre Antwort abzuwarten nahm er ihre Hand und zog sie mit sich. Wie willenlos ließ Tina sich von ihm zur Tanzfläche führen. Sie konnte es kaum glauben. Jetzt hatte auch noch jemand ein langsames Lied aufgelegt. Er nahm sie in seine Arme und sie fingen an sich langsam zur Musik zu bewegen. Tina schmiegte sich eng an ihn und hatte das Gefühl einfach in diese Arme zu gehören. Sie spürte, wie seine Hände zärtlich über ihren Rücken fuhren. Sein Mund berührte ihre Wange. Gab es etwas Schöneres als in einer warmen Sommernacht mit ihrem Traummann hier draußen eng umschlungen zu tanzen? Tina hoffte, dieses Lied würde nie enden. Sie hörte seine Stimme an ihrem Ohr:

„Gehst du mit mir zum See? Ich möchte gern mit dir allein sein.“



Tina verschlug es die Sprache. Sie konnte nur stumm nicken. Als ob es die normalste Sache der Welt wäre, legte er den Arm um sie. Noch schöner konnte der Abend ja wohl nicht werden. Am See nahm er sie wieder zärtlich in die Arme und fing an sie zu küssen. Tina erwiderte seine Küsse. So hatte sie noch nie ein Mann geküsst. Plötzlich hörte er damit auf. „Tina, da gibt es etwas, was du wissen mußt. Damals war ich auch in dich verliebt, aber ich wollte einfach warten, bis du älter bist.“ Tina hörte die Worte und konnte es nicht fassen.

Sie zog ihn an sich und jetzt fing sie an ihn zu küssen. Ihre Zunge spielte mit seiner. Seine Hände fingen an ihren Körper zu erkunden. Als er ihre Brust berührte stöhnte sie vor Leidenschaft. Sie wollte ihn und zwar hier und sofort. Sie ließen sich langsam auf den Sand gleiten. Seine Hände und sein Mund waren überall an ihrem Körper. Als er seinen Körper an sie presste konnte sie sein hartes Glied spüren und sie wußte, daß er sie genau so sehr wollte wie sie ihn. Als er schließlich mit seiner Zunge die empfindliche Stelle zwischen ihren Beinen berührte, konnte Tina nicht länger.

Sie zog ihn auf sich.  Zärtlich und vorsichtig drang er in sie ihn. Dieses Gefühl hatte Tina noch bei keinem anderen Mann gehabt. Sie fing an sich im Rhythmus seiner Stösse zu bewegen. Und als sie kamen, kamen sie zusammen. Tina wußte, daß das der beste Orgasmus ihres Lebens gewesen war. Er hielt sie weiter zärtlich im Arm und fing an ihr Gesicht sie überall sanft zu küssen. Jetzt knabberte er an ihrem Ohr und flüsterte: „Es war gut, daß ich auf Dich gewartet habe.“ Tina schmiegte sich an ihn und ihr war in diesem Moment klar, daß Träume wahr werden können.

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